Neudefinition der Behandlung des Trockenen Auges

Das Trockene Auge ist eine multifaktorielle Erkrankung: Sie ist durch einen instabilen Tränenfilm gekennzeichnet, der eine Vielzahl von Symptomen und/oder Sehstörungen verursacht. Mögliche Folge kann eine Beschädigung der Augenoberfläche sein. (Tsubota K, Yokoi N, Shimazaki J et. al., Ocul. Surf. 2017 65 – 76).

Um topische Strategien für die Behandlung des Trockenen Auges zu entwickeln, muss die typische Tränenfilmstruktur mit Tränen- und Meibomdrüsen angereichert werden. Dazu wird das Epithel als Deckschicht für die okuläre Oberflächenschädigung und den kornealen somatosensorischen Pfad benutzt.

Breaking the vicious circles of DED and MGD

Der modifizierte „Teufelskreis des Trockenen Auges“ fokussiert sich auf die Haupttreiber der Krankheit (von Baudouin et al.):

Die Literatur unterstreicht die Rolle der Entzündung beim Trockenen Auge. Entzündungen sind jedoch nicht die einzige Ursache. Um weitere Hintergründe zu verstehen, helfen Anzeichen und Symptome der Patienten. So können Ursachen identifiziert und Behandlungsstrategien entwickelt werden.

Meibom-Drüsen sind die Hauptquelle zur Lipidproduktion für den menschlichen Tränenfilm. Das Sekret „Meibum“ breitet sich auf dem Tränenfilm aus, fördert seine Stabilität und verhindert Verdampfung.

Die Meibom-Drüsen-Dysfunktion (MGD) ist eine häufige und chronische Erkrankung. Sie beeinträchtigt die Lebensqualität der Patienten erheblich – als Hauptursache für eine pathologische Verdunstung im Rahmen des Trockenen Auges.

Das Trockene Auge schwächt die Sehfunktion. Denn ein unzureichender Tränenfilm und Beschädigungen der Augenoberfläche führen zu Sehstörungen. Neuere Publikationen zeigen den Zusammenhang von Augenoberflächenschäden und Leseschwierigkeiten bei Patienten mit Trockenem Auge.

Start typing and press Enter to search