Trockenes Auge

Beeinträchtigung der Sehfunktion

Was ist das Trockene Auge?

Das Trockene Auge oder die Keratoconjunctivitis ist eine weit verbreitete, multifaktorielle Erkrankung des Tränenfilms und der Augenoberfläche. Diese ernstzunehmende Krankheit äußert sich durch verschiedene Beschwerden und Symptome, wie Jucken, Kratzen, Lichtempfindlichkeit, Tränen oder ein deutliches Trockenheits- oder Sandkorngefühl bis hin zu Sehstörungen. Ursache ist meist ein instabiler Tränenfilm und eine Schädigung der Augenoberfläche.

Entwicklungsgeschichtlich ist die Augenoberfläche eine umgewandelte äußere Haut: Hautkrankheiten gehen deshalb vielfach auch mit Trockenem Auge einher. Die Lidranddrüsen (die Meibom­Drüsen) produzieren dann einen nicht optimalen Ölfilm für den Tränenfilm. Auch neurologische Erkrankungen, Verletzungen der Augenlider oder Augenoperationen können Ursache für das Trockene Auge sein. Weltweit nimmt die Zahl der Patienten, die unter einem Trockenen Auge leiden, zu. Die zunehmende Umweltbelastung durch Ozon und Feinstaub, das Tragen von Kontaktlinsen und zunehmende Bildschirmtätigkeiten, die den regelmäßigen Lidschlag beinflussen, sind vermutlich weitere Ursachen. Im Krankheitsbild unterscheidet man folgende Untergruppen:

Das Trockene Auge kann vielfältigste Ursachen haben (http://cms.augeninfo.de/fileadmin/pat_brosch/sicca.pdf). Klinisch unterscheidet man „Trockene Augen mit verminderter Tränenproduktion (hypo-volämisch)“ und „Trockene Augen mit vermehrter Verdunstung des Tränenfilms (hyper-evaporativ)“.

Bei chronischem Trockenen Auge kann als Begleiterscheinung eine Entzündung der Augenoberfläche auftreten. Nur ein Augenarzt ist in der Lage, die Diagnose und die Abgrenzung gegenüber anderen Erkrankungen vorzunehmen.

Insgesamt ist das Trockene Auge eine der häufigsten Augenerkrankungen und betrifft einen erheblichen Anteil der Bevölkerung – insbesondere der Altersgruppe der 40+ jährigen.

Frauen leiden häufiger unter dem Trockenen Auge als Männer. Die Zahl der Trockene Auge-Patienten wird allein in den USA auf 25-30 Millionen geschätzt. Weltweit liegt die Inzidenzrate in vergleichbarer Höhe zu jener in den USA. Dies entspricht insgesamt einer Zahl von über 300 Millionen Patienten.

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